genau da muss ich Jogi zustimmen mit so ner 500ml Dose wechsel ich bei allen unsern 4 LS die Flüssigkeit und der Tipp mit dem übernacht auf Druck halten funktioniert
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genau da muss ich Jogi zustimmen mit so ner 500ml Dose wechsel ich bei allen unsern 4 LS die Flüssigkeit und der Tipp mit dem übernacht auf Druck halten funktioniert
Hi Jogi, hi Dieter,
Ihr habt recht, 450 ml ist ja fast eine 500 ml Flasche und mit der komme ich auch viel
länger als 1-mal Neubefüllung aus. Also max. 150 ml für eine Ladung?
Werd das mal bei nächster Gelegenheit ausprobieren.
Echt? Bei Else sofort Druckpunkt da? Bei mir gefühlt nie ...
@aestas: ich weiß nicht, wie das entsprechende Gerät für Druck von oben aussehen könnte.
Grüsse Klaus
Also ich mach das immer so (Bremsflüssigkeitswechsel von Hand): Voraussetzung ist natürlich, dass die Bremse mechanisch und hydraulisch i.O. ist. Man kann die Bremsbeläge ausbauen und den/die Bremskolben zurückdrücken (dann drückt sich dieses Volumen schon aus dem geöffneten Entlüftungsnippel heraus), oder man lässt den/die Bremskolben ausgefahren und spült nur mit frischer Bremsflüssigkeit durch (das erspart die Demontage). Ich fauler Sack spüle tatsächlich immer "nur" durch.
- Bremsflüssigkeitsbehälter öffnen und die Gummi-Membrane entnehmen. Darauf achten, dass die Membrane nicht beschädigt wird.
- Mit einer Spritze und einem Schlauch die alte Bremsflüssigkeit aus dem Bremsflüssigkeitsbehälter bis knapp über den Leitungsanschluss absaugen.
- Mit neuer Bremsflüssigkeit bis zum Rand auffüllen.
- Auf den Entlüftungsnippel am Bremssattel einen durchsichtigen Schlauch aufstecken (muss dicht abschließen).
- Den Schlauch in einen Auffangbehälter (durchsichtig) leiten.
- Den Entlüftungsnippel etwas lösen.
- Die Bremse betätigen (durchdrücken und halten). Dabei drückt sich das verdrängte Flüssigkeitsvolumen aus dem Entlüftungsnippel über den Schlauch in den Auffangbehälter.
- Den Entlüftungsnippel wieder schließen.
- Die Bremse entlasten. Dadurch wird Flüssigkeit aus dem Bremsflüssigkeitsbehälter in die Bremspumpe nachgesaugt.
- Die vier vorherigen Schritte so oft wiederholen, bis saubere (neue) Bremsflüssigkeit (luftblasenfrei) aus dem Schlauch in den Auffangbehälter austritt.
- Dabei immer beachten, dass der Bremsflüssigkeitsbehälter genügend Flüssigkeit enthält und keine Luft ins System gesaugt/gepumpt wird, dazu muss der Bremsflüssigkeitsbehälter mehrmals nachgefüllt werden.
- Wenn man will, kann man einen sauberen Behälter nehmen und die ausgetretene, frische Bremsflüssigkeit zur Sicherheit mit einem Messgerät prüfen (Wassergehalt).
- Die Bremsflüssigkeit auf das vom Hersteller vorgegebene Max-Niveau im Bremsflüssigkeitsbehälter einstellen (auffüllen bzw. absaugen).
- Die Membrane wieder einsetzen und den Bremsflüssigkeitsbehälterdeckel wieder dicht anbringen.
- Ist das erledigt, die Bremse mehrmals komplett betätigen, bis der/die Bremskolben wieder komplett anliegen und sich der Druckpunkt einstellt.
- Probefahrt (am besten von einem Kollegen oder der Frau/Freundin machen lassen 😅). Spässle
Fertig
Ich hab das auch bei meiner eLSe wieder so gemacht, es hat tadellos funktioniert. Auch der Druckpunkt ist gut und sie verzögert ordentlich. Ich habe keine Stahlflexleitung verbaut und auch den Original-Bremskolben sowie Original-Bremsbeläge montiert. Titan-Bremskolben, Sinterbeläge und Stahlflex fahre ich nur auf meiner MT-07, da brauche ich sie auch nötiger. 😉
super Anleitung, danke
Hi Ralf,
Ok, Nippel auf, Bremshebel ziehen, dann halten, Nippel zu, nachfüllen, Hebel lösen, da capo
Da habe ich mich vielleicht blöde angestellt, hab das nie präzise so eingehalten, auch weil mir die Turnübung Bremshebel halten und gleichzeitig Nippel schließen schwerfiel. Werd das an meinem Modell mal üben. Aber ich brauche was, womit ich den Bremshebel fixieren kann d.h. leicht und schnell an- und abmachen kann.
Mal sehen, vielleicht lerne ich ja doch noch Entlüften ...
Dank Dir für die detaillierte Beschreibung.
Grüsse Klaus
Hallo Klaus,
also nachfüllen (Behälter) musst du nicht nach jeder Bremshebelbetätigung. Da kannst du schon mehrere Male den "Pump-Nachsaugvorgang" durchführen. Musst halt die Sache (Behälter) im Blick behalten. Der Behälter kann ohne Probleme bis knapp über die Ansaugöffnung der Bremspumpe geleert werden (eben so, wie am Anfang mit der Spritze abgesaugt wird), erst dann wird Wiederauffüllen notwendig. Ich verstehe nicht ganz, warum du den Bremshebel gezogen fixieren musst, ich komm locker mit der einen Hand an den Hebel und mit der anderen an den Schraubenschlüssel zum Öffnen/Schließen des Entlüftungsnippels. Behälter auffüllen dann, wenn du den Entlüftungsnippel geschlossen und danach den Bremshebel losgelassen hast. Dann hast du beide Hände frei zum Werkeln (Wiederauffüllen). Danach weiter wie beschrieben.
Hi Ralf,
Also, ich hab Deine Methode ausprobiert, aber mit recht mäßigem Erfolg.
Zur Ausgangssituation: hatte die Pumpe bei meiner "Testbremse" zwischendurch abgemacht, nach Zusammenbau aber komischerweise keinen guten Druckpunkt mehr erreicht, d.h. er war weich und nahe am Griff. Deine Methode sollte also den Druckpunkt härter machen und vom Griff weg setzen.
Aber ich weiß echt nicht, was ich falsch mache, das stellte sich nicht ein. Hab wirklich alles sklavisch so gemacht, wie Du es beschriebst. Was Deine Frage betrifft, warum ich Hebelfixierung brauche, kann ich Dir als Erklärung nur meine gewisse Neigung zur Grobmotorigkeit anbieten. Ich mach viel mit dem Kopf, aber handwerklich geschickt bin ich nicht wirklich. Deswegen strebe ich so sehr nach idiotensicheren Prozeduren, d.h. wo man sich einigermaßen sicher sein darf, daß es meistens funktioniert, auch wenn man sich ungeschickt anstellt ...
Mittlerweile kam das Entlüftungskit, aber auch damit keine Verbesserung. Meine ursprüngliche Idee ist immer noch das Beste: DOT von unten reindrücken. Hab auch rausgefunden, wie beim Aufziehen auf die Spritze möglichst wenig Luft mitkommt: man muß das ohne Schlauch machen, sondern den am Entlüftungsnippel dran lassen. Wenn darin das DOT hoch ohne Blasen steht, dann wird auch keine Luft reingedrückt, nachdem man die Spritze auf den Schlauch gesetzt hat. Und dann gings, der Druckpunkt kommt jetzt bretthart etwas über der Mitte des Hebelwegs.
Danke nochmal für Deine Beschreibung des "Durchspülens", was mich auf die Idee brachte, daß ich ja noch nicht mal für Neubefüllung die Bremse auseinanderbauen muß. DOT aus Vorratsbehälter saugen und entsorgen. Gleiche Menge von unten nachdrücken. Wenn man das ein paarmal macht, sollte die Bremsflüssigkeit komplett ausgetauscht worden sein.
Wie gesagt, drückt mal die Daumen, daß ich mich in Zukunft mit der Bremse leichter tue ...
Grüsse Klaus
Servus Klaus,
da hattest du wohl nicht genug Geduld beim Entlüften. Mit Sicherheit war da noch Luft in System. Aber macht ja nix, du hast das ganze jetzt nur umgekehrt gemacht und die Bremsflüssigkeit über den Bremssattel von unten reingedrückt, deine Spritze hatte dann die gleiche Funktion wie meine Bremspumpe. Ich denke, durch das Einspülen von unten hast du die restliche Luft aus dem System gedrückt (Luft geht halt leichter hoch als runter). Mir wäre das mit der Spritze halt zu umständlich, ausser die Spritze wäre groß genug, um die komplette Füllung in einem Durchgang einzuspülen. Hauptsache ist aber, dass deine Bremse jetzt einen guten Druckpunkt hat. Das allein sagt schon aus, das sich keine Luft mehr im System befinden kann. Viel Spaß auf den nun anstehenden Touren.