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Thema: Wo wart Ihr...?

  1. #31
    Savage-IG Mitglied Avatar von SchreihaLS
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    Da bin ich vollkommen bei Dir/euch. Selbstverständlich war es auch erst recht nicht mein Ansinnen, hier womöglich noch Unterstellungen oder „Anfeindungen“ zu generieren.
    Das war vielleicht mehr so als Wink für eine Argumentationsgrundlage, falls jemand in einem Gespräch mal daran denkt, eben den Hinweis zu bringen, dass wir schon mal eine Mauer hatten.
    Das Thema ist daher in meinen Augen auch durchaus eher „neutral“ sehr gut, um aufzuzeigen, wie wertvoll und wichtig die Freiheit ist, die wir genießen dürfen.

    Wieder mehr b.t.t.:
    Ich verbinde damit, so albern es klingen mag, z.B. auch die Erinnerung, dass ich meinen Weltatlas aus der Schule behalten durfte, da der halt mit DDR darin dann seine Gültigkeit verloren hatte.

  2. #32
    Savage-IG Mitglied Avatar von TheCrow
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    Vielleicht noch mal zum Hintergrund dieses Threads: jeder, der damals schon "dabei" war, weiß, wo er war, was er gemacht hat, als er vom Kennedy-Attentat, der Mondlandung oder später vom Anschlag auf das WTC hörte. Beim Mauerfall dürfte das ähnlich gewesen sein, nur dass es wahrscheinlich überwiegend positive Empfindungen gab...
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  3. #33
    Savage-IG Mitglied
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    Zitat Zitat von TheCrow Beitrag anzeigen
    Beim Mauerfall dürfte das ähnlich gewesen sein, nur dass es wahrscheinlich überwiegend positive Empfindungen gab...
    Dass die Mauer weg ist, würde ich auch begrüßen. Dass die DDR untergegangen ist statt von Innen her reformiert zu werden, halte ich für eine Tragödie. Die DDR hatte etwas, was die Wessirepublik nicht hatte, nämlich eine Verfassung, die in freier Volksabstimmung zustande kam. Was stand in dieser Verfassung (1949) drin? Sowas zum Beispiel:

    "Die Betriebe der Kriegsverbrecher und aktiven Nationalsozialisten sind enteignet und gehen in Volkseigentum über. Das gleiche gilt für private Unternehmungen, die sich in den Dienst einer Kriegspolitik stellen."

    Für diese richtige Lehre aus den unsäglichen Verbrechen deutscher Industriebarone in Hitlers drittem Reich wird man natürlich bis ans Ende aller 'Tage von denen und ihren Parteigängern gehasst.

    Die berechtigten Proteste in der DDR sind durch Nationalismus vergiftet worden. Sie gaben ihr Volkseigentum, das ihnen nichts bedeutete, der Treuhand, die sie brutal über den Tisch zog. Jetzt wo sie enteignet sind, spuckt man ihnen ins Gesicht und behandelt sie als Menschen zweiter Klasse.

    Und wieder scheinen sie die falschen Schlüsse daraus zu ziehen. Deutschlands Tragik schlägt ein neues Kapitel auf.

  4. #34
    Savage-IG Mitglied Avatar von Wesch
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    Hallo

    was die Wessirepublik nicht hatte, nämlich eine Verfassung, die in freier Volksabstimmung zustande kam
    Jetzt bin ich aber platt , dass sowas tatsächlich geglaubt wird. Vielleicht wurde die Mauer ja auch so abgestimmt.

    mfG. Günther
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    Springer 1995
    WLA 1944
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  5. #35
    Savage-IG Mitglied Avatar von TheCrow
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    "die in freier Volksabstimmung zustande kam"

    Echt?
    War es nicht so, dass die 1. der 3 DDR -Verfassungen 1949 von einem Gremium und nicht vom Volk angenommen wurde?
    War es nicht so, dass die Wahl des Gremiums bereits "gelenkt" - also keineswegs frei und schon gar nicht demokratisch war?
    War es nicht so, dass auf dem Stimmzettel, mit der die Wahlberechtigten in der "SBZ" die Kandidaten dieses Gremiums lediglich bestätigen (aber nicht: wählen!) durften, stand: "Ich bin für die Einheit Deutschlands und einen gerechten Friedensvertrag. Ich stimme darum für die nachstehende Kandidatenliste zum Dritten Deutschen Volkskongreß" und dass nur JA oder NEIN angekreuzt werden konnte?

    Den Kummer um die verpasste Gelegenheit der "Selbstheilung" der DDR teile ich! Das nicht einmal der Versuch gemacht wurde, hat viele (gute) Leute in der DDR sehr getroffen!

    Deine Einschätzung zu den Vorteilen der DDR-Verfassung ggü. dem Grundgesetz teile ich nicht.
    Geändert von TheCrow (20.09.2019 um 11:15 Uhr)
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  6. #36
    Moderator Avatar von Viertakter
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    Zitat Zitat von TheCrow Beitrag anzeigen
    ...War es nicht so, dass die Wahl des Gremiums bereits "gelenkt" - also keineswegs frei und schon gar nicht demokratisch war?...
    WAS an der DDR war denn, bis auf den Namen, wirklich demokratisch?

    Wenn es nicht auffällig gewesen wäre, dann hätten sie auch Ergebnisse mit mehr als 100% veröffentlicht...

    In so ziemlich jedem Bereich war u.a. die DDR am Beinchen der UDSSR angebunden. Wo sollte denn da Demokratie herkommen.

    btw. ich war, wann immer es ging, am Fernseher und Radio, um die Entwicklung mitzubekommen.
    Bereits als Ungarn im Mai/Juni die Grenzen nach OE geöffnet hat, hab ich insgeheim damit gerechnet, daß Panzer etc. auffahren.
    Als die Leute aus der Botschaft per mehrerer Züge über Territorium der DDR nach Berlin West ausfuhren sollten, hab ich auch damit gerechnet, daß der Zug gar nicht oder nicht mit Passagieren in Berlin West ankommt. Bzw. mit mehr Personen als in Ungarn eingestiegen waren^^.

    Hier ein chronologischer Abriss des Verfalls der SU und ihrer Vasallenstaaten...

    https://www.tagesspiegel.de/themen/m...9/1407850.html
    ...und wenn Sie sich jetzt sagen: "Ist das nicht schön?..." Dann stimme ich Ihnen zu: Ja, das ist NICHT schön!


  7. #37
    Savage-IG Mitglied Avatar von TheCrow
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    Lutz, natürlich hast Du Recht: in der DDR hießen die Dinge häufig anders, als sie waren.
    Das begann beim Namen des Staates, führte über die "Freie"-Deutsche Jugend, über den "Freien"-Deutschen Gewerkschaftsbund hin zum "Antifaschistischen Schutzwall" (wobei dieser ja in erster Linie den Westen vor den Antifaschisten schützte - also schlechtes Beispiel?). Im Westen gab es das aber auch - Bsp. "C"DU oder C"S"U :-D . Sie haben es übertrieben mit der "Diktatur des Proletariats" - und die "Arbeiter und Bauern" haben sich abgewandt...

    Von Ungarn hatte ich gehört (der Freund einer Verwandten war dort 'rüber und für sie brach die Welt zusammen...) und die Sache mit Prag auf dem Schirm mit dem gleichen unguten Gefühl, wie Du, Lutz - dass dann aber der Zaun plötzlich geöffnet wurde, seine Bedrohung verschwand, war am 9.11.89 und den Folgetagen unfassbar! Was danach ( a.) bis zum 03.10.90, b.) ab dem 03.10.90) kam, ist dann wieder ein anderes Thema...
    Geändert von TheCrow (01.10.2019 um 09:30 Uhr) Grund: ergänzt
    Stammtisch-Hannover : seit 2010 ein fester Bestandteil der Elsen-Szene!

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