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Üfff! TÜV.
Hallo liebe Leute,
passend zur Farbe der neuen Plakette (kackbraun) will ich Euch von dem Stunt erzählen, Elschen neu zu TÜVen und der dazu führte, daß sie mindestens 3 Monate stand ... Walter Moers hat in seinem neuesten Buch "QWERT" ein wunderbares Kofferwort dafür erfunden: Umkürzung
Wie ich den 1. Termin versemmelte, habe ich ja schon erzählt. Aber warum bin ich erst mit rotter Bremsscheibe und abgefahrenen Belägen vorgefahren? Weil die Bremse so gut funktionierte, daß ich hoffte, es riskieren zu können und keine größeren Probleme erwartete, sollte ich doch deswegen ranmüssen. Tja, das war deutlich anders ...
Außerdem kostet es bei GTÜ nur 6 € Nachprüfungsgebühr. Der TÜVer hat mir die Geführenordnung erklärt. Innerhalb der ersten 3 Monate nach TÜV-Überziehung fallen unabhängig von der Nachprüfung keine zusätzlichen Gebühren an, danach wird für 24 (oder 21?) Monate eine Überziehungsgebühr fällig, die bei GTÜ 13 € beträgt. Und danach wird man sich dem Thema Stillegung befassen müssen.
Eines Morgens steckte eine Mängelkarte am Bike, es wurde also höchste Zeit. Daß sie nicht ansprang, lag daran, daß sie abgesoffen war. Hatte dooferweise den Choke über Nacht gezogen stehen lassen. Feuchte Zündkerze raus, paarmal ohne drehen, damit der Shiet rausfliegt, Luftstöße überzeugten mich von Kompression, dann gings wieder.
Aber warum habe ich immer wieder so'n Streß mit der Bremse?? Bau alles zusammen, Hebel schlapp, ich bin tot. Kriege die Luft nicht raus. Wie ist das bei Euch? Passiert Euch das auch und was macht Ihr dann? Jedenfalls muß ich es mir endlich eingestehn, ich bin ein Entlüftungsversager ... mit Pumpen kriege ich sie nicht entlüftet, kann ich vergessen.
Ich hab mir überlegt, nicht mehr zu pumpen, sondern DOT von unten reinzudrücken und die Luft nach oben raus. Das hat im Modell auch gut funktioniert: Pumpe, kurzes Stück Stahlflex, der alte Sattel mit zurückgedrücktem Kolben. Ohne Luft sollte der Kolben rauskommen, tat er aber nicht, Hebel blieb schlapp wie in der Werbung wg. Erektionsstörungen.
Hab dann im Regenwald ein Spritzenset geordert und damit von unten Bremsflüssigkeit reingespritzt. Und siehe da, es machte Blubb im Vorratsbehälter und Kolben kam raus. Dann hatte ich vor einiger Zeit mal so'n Zurückdrückteil gekauft. Dachte erst, taugt nix, aber man muß es richtig anbringen. Damit hoffe ich für Belagwechsel direkt am Bike zurückdrücken zu können, d.h. ich muß erst wieder entlüften, wenn neues DOT reinmuß. Das mach ich dann von unten.
Ich hoffe wirklich, ich hab mein Bremsenproblem jetzt endlich gelöst.
Grüsse Klaus
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Hallo
Warum säuft die ab, wenn der Choke gezogen ist über Nacht ? Liegt kaum am Choke, da der Sprit eigentlich gar nicht bis dahin kommen dürfte. Da ist was Anderes im Argen, wie Sprithahn und/oder Vergaserschwimmernadel.
MfG.
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Hi Wesch,
Ja, hatte auch schon Zweifel, wie das gehen soll ...
2 Sachen habe ich nicht erwähnt: Zündkerze war etwas lose und ich hab die Schwimmerkammer leerlaufen lassen.
Z.Z. springt sie prima an. Bis jetzt ist der Fehler nicht wieder aufgetreten, deswegen mE eher unwahrscheinlich, daß was am Vergaser ist.
Grüße Klaus
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Wesch meinste echt könnte am Sprithahn liegen, kann ich mir nicht vorstellen, der an meinem neuen alten Tank geht auch nicht zu und hab keine Probleme
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Schwimmernadelventil /Schwimmerhöhen einstellung
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Wenn du die Schwimmerkammer leermachst, kann die doch eigentlich gar nicht absaufen.
Zumindest nicht wenn der Benzinhahn funktioniert und das Schwimmernadelventil ln Ordnung ist, da würde ich mal schauen ob alles in Ordnung ist.
Ob die Zündkerze jetzt fest oder lose ist, sollte in diesem Fall egal sein.
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Hi Ralph
Ich muß mal genauer beschreiben, was abging:
Es war kalt und ich hab den Choke gezogen mit einem Stückchen Schlauch blockiert.
Dann ganz viel gedreht, und sie sprang nicht an.
Und dann vergessen, das Schlauchstückchen für die Nacht rauszupörkeln.
Am nächsten Tag Schlauch weg, auch zwischendurch mal Spritzufuhr unterbunden, nix.
Sie hat dann mindestens 1 Monat gestanden, bis ich den Hintern gelüpft habe,
Tank und Zündkerze raus und dann erst Schwimmerkammer geleert.
Zündkerze war total feucht, übrigens auch 'n Tip von Dieter, ohne zu örgeln.
damit das Zeug rausfliegt. Sie hustete dann ein schwarzes Wölckchen und lief.
Dieters grundsätzliche Idee lächelt mich an: Schwimmerkammer vielleicht übervoll,
weil ich zuvor soviel örgelte; Schwimmernadel zu hoch. Abgelassen, Nadel setzt sich
und alles regelt sich wieder ein.
Grüsse Klaus
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Hallo Leute, Zum Thema entlüften ist mir noch was eingefallen.
Habe ein Entlüftungskit geordert. Ist im wesentlichen nur ein Zwischenstück
mit einem Rückschlagsventil. Auf der einen Seite kommt ein etwas dickeres Schlauchstück
auf den offenen Entlüftungsnippel, auf der anderen ein dünneres an eine Spritze.
Und jetzt macht es mehr Sinn, was rauszuziehen als was reinzudrücken.
Denn es ist gar nicht so leicht, die Luft aus der Spritze rauszukriegen.
Beim Rausziehen zöge man also Luft+DOT raus, das DOT kommt wieder in den
Vorratsbehälter der Bremspumpe, damit der nicht leerläuft.
Jetzt könnte man denken, man kann damit aufhören, wenn keine Blasen mehr im
Schlauch hinterm Nippel zu sehen sind. Aber dem mißtraue ich. Es kann sich weiter oben
oder in der Bremspumpe noch Luft befinden, die den Hebel schlapp bleiben läßt.
Nein, ich kann erst sicher sein, wenn das gesamte DOT einmal umgewälzt wurde.
Frage ist nur, wieviel ist das??
Die Stahlflexleitung ist 110 cm lang. Ich weiß jetzt nicht den Innendurchmesser
schätze aber 150 ml. Der freie Raum im Sattel und der Pumpe: zusammen mindestens 300 ml.
Die größte Spritze im Set hat 60 ml. Man müßte die also mindestens 8-mal füllen.
Bei Neubefüllung könnte man eine Kombi anwenden. Altes DOT überall raus,
alles zusammenbauen, erst von unten soviel DOT reindrücken, bis der Vorratsbehälter
z.B. 3/4 voll ist. Dabei schnurzegal, wieviel Luft mitkommt. Dann wie oben verfahren.
So sollte ich in Zukunft verdammt noch mal sofort und sicher Druck auf den Hebel kriegen!! Grüsse Klaus
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Achtung bin auch nur Bastler mit etwas Erfahrung!:Beim Absaugen über den Nippel beachten das über das Gewinde des losen Nippels ebenfalls etwas Luft gezogen werden kann, nicht das man sich wundert warum immer Luftblasen im Schlauch sind. Da nützt auch das Rückschlagventil nichts wenn beim Pumpen zwar das RV zu macht und über das Gewinde die Luft eingesaugt wird. Am besten irgendwas von oben mit entsprechendem Gerät+ Druck oder einfach die Schwerkraft wirken lassen, so hab ich's jedenfalls beim Auto auch schon hin bekommen, dauert, aber gerade beim Motorrad ist es ja nicht viel .
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Moin moin, für Neubefüllung braucht es deutlich wenige Bremsflüssigkeit als von dir gedacht. Mit 500 ml mach ich bei der BMW mit Doppelscheibe eine Neubefüllung und zusätzlich an 3 LS einen Austausch und hab noch was über. Versuch mal nach der Befüllung den Bremshebel über Nacht zu fixieren, z. B. mit nem Kabelbinder o. ä. Damit drückt sich die Luft nach oben weg. Am nächsten Tag ist der Druckpunkt da. Bei den LSen hatte ich noch nie Probleme mit dem Entlüften, bei der BMW hilft das mit dem fixierten Bremshebel.Gruß Jogi